Da ist seit Jahren dieses Gefühl in mir.
Ich sehe mich in meinen Träumen und Visionen als Kriegerin.
Immer, wenn Ungerechtigkeit geschieht und Bösartigkeit Menschenleben zerstört, möchte ich mein Schwert auspacken und es beenden.
Verstehe mich nicht falsch.
Auch ich bin groß geworden mit den Geschichten von Männern als Jäger und „Beschützer“ der Sippe, während Frauen friedlich im Wald Beeren sammeln, um die Familie zu ernähren.
Ganz ehrlich?
Es hat sich nie richtig angefühlt.
Und ausgerechnet hartnäckige weibliche Wissenschaftlerinnen verifizieren mein Gefühl.
DNA-Analysen von altertümlichen Gräbern beweisen:
Nicht überall, wo eine Axt oder ein Schwert liegt, ist auch ein Mann mit ihm begraben.
Ein Großteil der Leichen ist weiblich.
Geschichtsbücher werden still und heimlich umgeschrieben.
Und doch hält sich das Paradigma erstaunlicherweise weiter:
Schwert, Axt, Jäger, Krieger = männlich
ruhige, sanfte Sippenhüterin = weiblich
Was sagt uns das über die Art der Geschichtsschreibung?
Wer nicht passt, wird ausradiert.
Die Katharer.
Lilith.
Maria Magdalena.
Die „Hexen“, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert verfolgt und ermordet wurden.
Glaubst du, dass Geschichte wirklich eine Aneinanderreihung von Fakten ist?
Wenn ja, dann wird Her~Story dein bisheriges Weltbild sprengen.
Was wäre, wenn Geschichts-schreibung mehr das Ergebnis einer Säuberung und Umschreibung unliebsamer Fakten ist?
Finde heraus, ob das Gefühl in dir, das nun aufkommt, wenn du diese Zeilen liest, sich verstärkt.